Zeitzeuge der Nachkriegszeit im Unterricht

Nachhaltige Eindrücke der Nachkriegszeit in der persönlichen Schilderung

Im Rahmen der schulischen Erinnerungsarbeit setzten sich die Klassen 9a und 9b intensiv mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinander. Begleitet von ihren Klassenleitern Johannes Isola (9a) und Fynn Jäger (9b) besuchten die Schülerinnen und Schüler die KZ-Gedenkstätte Dachau. Darüber hinaus beschäftigten sie sich mit den Todesmärschen, die durch Hallbergmoos sowie den Landkreis Freising führten, und setzten diese historischen Ereignisse in einen regionalen Zusammenhang.

Den Abschluss dieser eindrucksvollen Unterrichtseinheit bildete ein Zeitzeugenbesuch in beiden Klassen. Bereits im Vorfeld hatten die Schülerinnen und Schüler eigene Fragen vorbereitet, um sich gezielt mit den persönlichen Erfahrungen eines Menschen auseinanderzusetzen, der diese Zeit selbst erlebt hat. Der Zeitzeuge Herr Dieter Schütze, geboren am 27.02.1934 und wohnhaft in Hallbergmoos, berichtete eindrücklich aus seinem Leben und seinen Erinnerungen. Als jemand mit Primärerfahrung machte er Geschichte auf eine ganz besondere Weise greifbar. Die Schülerinnen und Schüler hörten aufmerksam zu, zeigten großes Interesse und waren sichtlich betroffen von den Schilderungen. Herr Dieter Schütze arbeitete über ein halbes Jahrhundert hinweg in Redaktionen von Hörfunk und Zeitungen. Seine Erzählungen verbanden persönliche Erlebnisse mit historischer Einordnung und hinterließen bei den Schülerinnen und Schülern einen nachhaltigen Eindruck. Der direkte Austausch mit einem Zeitzeugen machte deutlich, wie wichtig Erinnerungsarbeit auch für heutige Generationen ist. Zum Abschluss bedanken wir uns herzlich bei Herrn Dieter Schütze dafür, dass er sich die Zeit genommen hat, seine Erfahrungen mit unseren Schülerinnen und Schülern zu teilen. Die Klassen 9a und 9b konnten aus dieser Begegnung viel mitnehmen – fachlich wie auch menschlich.

Johannes Isola

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